RZV Event Tagebuch 2022

Das Veranstaltungsjahr in Wort und Bild


RZV Deutsche Meisterschaft Obedience in Niemetal-Imbsen | 04.09.2022

RZV DM Obedience in Niemetal-Imbsen

Mit Gehorsam und freudiger Teamarbeit zur Meisterschaft


TEXT Christine Köser-Steen FOTOS Helga Jünkersfeld

Niemetal-Imbsen, 04.09.2022: Am ersten Septemberwochenende fand die Deutsche Meisterschaft Obedience des RZV in wunderschöner Umgebung auf dem Sportplatz in Niemetal-Imbsen statt. Ich durfte diese Meisterschaft wieder als Prüfungsleiterin begleiten, was mir sehr viel Freude gemacht hat. Ein rundum tolles Event, perfekt organisiert durch Thomas Nicolas (Beauftragter für Obedience RZV), Ilke Haase, dem GHSV Bühren, vielen fleißigen Händen aus der LG Oldenburg-Niedersachsen und dem Ort Imbsen.

Bei sehr sommerlich heißem Wetter trafen sich die 11 Teams, um sich miteinander zu messen. Am Samstag begann es zunächst mit dem Training, 15 Minuten pro Team.
Am Abend trafen sich alle zum wirklich sehr gemütlichen Festabend im „Rigoletto“ in Dransfeld. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden der LG OLNDS, Arnd Finke, hatte ich die Aufgabe die teilnehmenden Teams vorzustellen. Wolfgang Jünkersfeld hatte für mich eine schöne Bildschirm-Präsentation der Teilnehmer vorbereitet. Dafür herzlichen Dank! In diesem Rahmen wurde dann auch die Startreihenfolge ausgelost. Dieser harmonische und fröhliche Abend war ein schöner Auftakt für die am folgenden Tag stattfindende Meisterschaft.

Am Sonntag ging es dann bei strahlendem Sonnenschein mit der allgemeinen Begrüßung los. Unser Präsident Peter Thome eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache und wünschte allen Teams viel Glück. Schirmherr Frank Bete, Bürgermeister der Gemeinde Niemetal, sprach auch einige freundliche Worte und ich als Prüfungsleiterin stellte noch den sympathischen Leistungsrichter Thomas Menge (DSV) und die beiden sehr kompetenten Ringstewards Corina Müller (DVG) und Klaus-Jürgen „Charly“ Doant (DVG) vor.

Die Aufregung der Teilnehmer stieg, da die Temperatur nicht optimal für unsere Hovawarte war. Zunächst fanden die Gruppenübungen nacheinander in den einzelnen Klassen statt. Nicht ganz einfach, da auf dem Platz einige Wespen ihr Unwesen trieben. Zwei Teams mussten wegen Läufigkeit der Hündinnen noch bis zum Ende der Veranstaltung warten, bis sie ihren Auftritt hatten.
Weiter ging es dann mit den Einzelübungen. Zunächst in der Seniorenklasse. Als erster Starter Thomas Nicolas mit seiner 10-jährigen Cira vom Wilhelmshof. Cira zeigt überzeugend, dass sie noch nicht zum „alten Eisen“ gehört. Das Team wurde mit 279 Punkten und einem „vorzüglich“ für eine sehr schön anzusehende Vorführung belohnt, was dem Team den 1. Platz in der Seniorenklasse bescherte.
Als zweites Team startete Svetlana Gronau mit Easy vom Bergischen Löwen, 11 Jahre alt. Für Easy waren die heißen Temperaturen aufgrund ihres Alters doch eine große Belastung. Aber für die Box, Apportieren mit Richtungsanweisung und die Pylonengruppe erhielt sie volle Punktzahl. Insgesamt 238 Punkte und ein „sehr gut“.

Im Anschluss folgte die Klasse 1. Mit der Startnummer 3 ging Antonia Müller mit ihrem Jungspund Prinz Lukan von der Pallaswiese auf den Platz. Lukan zeigte sich temperamentvoll und teilweise etwas übermotiviert, aber er war immer mit viel Spaß bei der Sache. Einzig die Pylonengruppe fand er gar nicht gut, leider 0 Punkte. Insgesamt erreichten die zwei mit 233 Punkten ein schönes „sehr gut“ und den 3. Platz.
Mit der Startnummer 4 folgte dann Regine Windecker. Das Team ist erst seit 2020 im Obedience aktiv. Die Zuschauer konnten eine sehr freudige, vorzügliche Vorführung sehen, die mit 277 Punkten und dem 1. Platz in der Klasse 1 belohnt wurde.

Weiter ging es mit der Klasse 2. Bonita ex Stipator Francorum mit ihrer Hundeführerin Svetlana Gronau. Hier sahen wir eine sehr harmonische Obedience-Vorführung. Einzig die „Box“ ging daneben, dafür volle Punktzahl beim Apportieren mit Richtungsanweisung. Insgesamt wurden die beiden mit 249,5, Punkten und einem „sehr gut“ Sieger Klasse 2.
Ebenfalls in Klasse 2 sahen wir Michaela Herold mit Import Seahawk (Aywa). Die Beiden erliefen sich mit 206,5 Punkten ein „gut“ und den 3. Platz. Ein bisschen Pech bei der Box und dem Identifizieren eines Gegenstandes. Aber doch verdient volle Punktzahl beim Gesamteindruck.

Nun die Königsklasse, Klasse 3. Antonia Müller startete mit ihrer erfahrenen Hündin Hamanda von der Pallaswiese. Leider klappte die Übung 5 (Abrufen mit Steh/Sitz/Platz) nicht so, wie es sich Antonia vorgestellt hatte, leider ein „Nuller“. Am Ende blieben 198,5 Punkte (gut) und Platz 2, Vizemeisterin. Und mir hat es Spaß gemacht dem Team zuzuschauen.
Als nächstes Team sahen wir Thomas Nicolas mit Dragon von der Megalithsichel. Leider hatte Thomas Pech bei der Gruppenübung. Aber trotzdem konnte er im Anschluss bei den Einzelübungen zeigen, was das Team kann und wir sahen eine schöne Vorführung, 194 Punkte und ein „gut“.
Letzte Starterin in der Klasse 3 war Stefanie Knapp mit Jade vom Feldatal (Bones). Auch hier Pech bei der Gruppenübung und leider auch bei der Distanzkontrolle. Trotz dieser beiden „Null-Übungen“ wurden es noch gesamt 220,5 Punkte (gut). Eine tolle Teamleistung von den beiden, die mit dem  Titel „Deutsche Meisterin“ belohnt wurde.

In der anschließenden Pause hatten die beiden noch fehlenden Teams mit den läufigen Hündinnen ihre Trainingszeit. Danach dann die Gruppenübung in Klasse 1 und 2 mit jeweils 2 Mitführhunden. Ein Dank an Gaby Storzer und Martina Liepner, dass sie mit ihren Hündinnen geholfen haben.
In der Klasse 1 durften wir dann Judith Immler mit ihrer Hündin Jakessy (Immler) sehen. Trotz des späten Startes und der entsprechenden Aufregung wurde es eine vorzügliche Vorführung mit 271 Punkten, was den verdienten Platz 2 in der Klasse 1 bedeutete.
Als allerletzte Starterin folgten Heike Jäger und Easy von den Arkaden für die Klasse 2. Ein gut gelauntes Team mit schönen Leistungen ohne großen Patzer. Endergebnis 233,5 Punkte, ein „sehr gut“ und 2. Platz in Klasse 2.

Nach einer organisatorischen Pause fand dann die feierliche Siegerehrung statt. Unser Präsident und der Schirmherr übergaben die Plaketten und Pokale für die einzelnen Klassen. Zum Schluss die Klasse 3 ganz feierlich mit Nationalhymne.
Mein Fazit: Eine hervorragend organisierte Veranstaltung! Ein Dank an alle Organisatoren und Helfer. Superstimmung, vor allem der Teamgeist unter den Startern! Schade, dass so wenig Zuschauer vor Ort waren, da es eine wirklich lohnende Veranstaltung ist.

Ein herzlicher Glückwunsch an alle Teilnehmer und an die Klassensieger! Toll, dass ALLE die entsprechende Prüfungsklasse bestanden haben.
Und ein ganz herzlicher Glückwusch an Stefanie Knapp mit ihrer Jade vom Feldatal (Bones) zum Titel „Deutsche Meisterin Obedience RZV“.

Christine Köser-Steen
Stv. Übungsleiterin RZV

Antonia Müller mit Hamanda von der Pallaswiese | Stefanie Knapp mit Jade vom Feldatal | Thomas Nicolas mit Dragon von der Megalithsichel

Ergebnistafel

Landesgruppe Oldenburg-Niedersachsen
Ausrichter: GHSV Bühren, Sportplatz am Göttinger Weg in 37127 Niemetal-Imbsen
Organisation:
Thomas Nicolas, Ilke Haase
Leistungsrichter:
Thomas Menge (DSV)
Prüfungsleitung: Christine Köser-Steen
Ringstewards:
Corina Müller, Klaus-Jürgen Doant (beide DVG)

# | LosHundeführer*inHundPunktePlatzLG
Senioren
1 | 2Svetlana GronauEasy vom Bergischen Löwen238 sg2RMS
2 | 1Thomas NicolasCira vom Wilhelmshof279 v1NRW
Klasse 1
3 | 5Judith ImmlerJakessy (Immler)271 v2RMS
4 | 3Antonia MüllerPrinz Lukan von der Pallaswiese233 sg3RMS
5 | 4Regine WindeckerOskar vom Büssemfeld277 v1NRW
Klasse 2
6 | 6Svetlana GronauBonita ex Stipator Francorum249,5 sg1RMS
7 | 7Michaela HeroldImport Seahawk206,5 g3RMS
8 | 8Heike JägerEasy von den Arkaden233,5 sg2RMS
Klasse 3
9 | 11Stefanie KnappJade vom Feldatal220,5 g1Süd
10 | -Judith LeichtDollar von den Arkaden--Süd
11 | 10Antonia MüllerHamanda von der Pallaswiese198,5 g2RMS
12 | 9Thomas NicolasDragon von der Megalithsichel194 g3NRW
v=vorzüglich | sg=sehr gut | g=gut | mh=mangelhaft

Fotoalbum

Peter Thome (RZV-Präsident)

Thomas Nicolas (RZV-Beauftragter Obedience)

Frank Bete (Bürgermeister Niemetal und Schirmherr)

Thomas Menge (Leistungsrichter im DSV)

Corina Müller (Ringsteward Obedience im DVG)

Klaus-Jürgen Doant (Ringsteward Obedience im DVG)

Christine Köser-Steen (Prüfungsleitung)

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Thomas Nicolas mit Cira vom Wilhelmshof

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Thomas Nicolas mit Cira vom Wilhelmshof

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Svetlana Gronau mit Easy vom Bergischen Löwen

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Svetlana Gronau mit Easy vom Bergischen Löwen

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Svetlana Gronau mit Easy vom Bergischen Löwen

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Svetlana Gronau mit Easy vom Bergischen Löwen

Ergänzungsteam

Ergänzungsteam

Martina Liepner mit Aenya aus dem Oldesloer Land

Ergänzungsteam

Ergänzungsteam

Gaby Storzer mit Eywa von den Arkaden

Klasse 1

Klasse 1

Antonia Müller mit Prinz Lukan von der Pallaswiese

Klasse 1

Klasse 1

Antonia Müller mit Prinz Lukan von der Pallaswiese

Klasse 1

Klasse 1

Antonia Müller mit Prinz Lukan von der Pallaswiese

Klasse 1

Klasse 1

Regine Windecker mit Oskar vom Büssemfeld

Klasse 1

Klasse 1

Regine Windecker mit Oskar vom Büssemfeld

Klasse 1

Klasse 1

Regine Windecker mit Oskar vom Büssemfeld

Klasse 1

Klasse 1

Judith Immler mit Jakessy (Immler)

Klasse 1

Klasse 1

Judith Immler mit Jakessy (Immler)

Klasse 1

Klasse 1

Judith Immler mit Jakessy (Immler)

Klasse 2

Klasse 2

Svetlana Gronau mit Bonita ex Stipator Francorum

Klasse 2

Klasse 2

Svetlana Gronau mit Bonita ex Stipator Francorum

Klasse 2

Klasse 2

Michaela Herold mit Import Seahawk

Klasse 2

Klasse 2

Michaela Herold mit Import Seahawk

Klasse 2

Klasse 2

Heike Jäger mit Easy von den Arkaden

Klasse 2

Klasse 2

Heike Jäger mit Easy von den Arkaden

Klasse 2

Klasse 2

Heike Jäger mit Easy von den Arkaden

Klasse 2

Klasse 2

Heike Jäger mit Easy von den Arkaden

Klasse 3

Klasse 3

Thomas Nicolas mit Dragon von der Megalithsichel

Klasse 3

Klasse 3

Thomas Nicolas mit Dragon von der Megalithsichel

Klasse 3

Klasse 3

Antonia Müller mit Hamanda von der Pallaswiese

Klasse 3

Klasse 3

Antonia Müller mit Hamanda von der Pallaswiese

Klasse 3

Klasse 3

Antonia Müller mit Hamanda von der Pallaswiese

Klasse 3

Klasse 3

Stefanie Knapp mit Jade vom Feldatal

Klasse 3

Klasse 3

Stefanie Knapp mit Jade vom Feldatal

Klasse 3

Klasse 3

Stefanie Knapp mit Jade vom Feldatal

Alle Teams

Klasse Senioren

Klasse Senioren

Svetlana Gronau mit Easy vom Bergischen Löwen | Thomas Nicolas mit Cira vom Wilhelmshof

Klasse 1

Klasse 1

Judith Immler mit Jakessy (Immler) | Regine Windecker mit Oskar vom Büssemfeld | Antonia Müller mit Prinz Lukan von der Pallaswiese

Klasse 2

Klasse 2

Heike Jäger mit Easy von den Arkaden | Svetlana Gronau mit Bonita ex Stipator Francorum | Michaela Herold mit Import Seahawk

Klasse 3

Klasse 3

Antonia Müller mit Hamanda von der Pallaswiese | Stefanie Knapp mit Jade vom Feldatal | Thomas Nicolas mit Dragon von der Megalithsichel

RZV Deutsche Meisterschaft Turnierhundesport in Gummersbach | 28.08.2022

RZV DM Turnierhundesport in Gummersbach

Im Jubiläumsjahr des „Hundesport für alle“ ging’s endlich wieder auf Titeljagd


TEXT und ERGEBNISSE Nanni Höhnerhaus FOTOS Tobias Strecker

Gummersbach, 28.08.2022: Die Hovawart Übungsgruppe Gummersbach hatte sich bereit erklärt, Ausrichter der 30. Deutschen Meisterschaft im Turnierhundesport zu sein. Nachdem diese Meisterschaft zweimal wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, fand am Sonntagmorgen gegen 09:00 Uhr dann die offizielle Begrüßung zu dieser Jubiläumsveranstaltung statt, die unser Präsident, Peter Thome, vornahm. Anschließend gab es weitere einleitende, organisatorische Worte von unserer RZV-HO THS-Beauftragten, Nanni Höhnerhaus.

Wir hatten wirklich Glück, dass die Hitzewelle an diesem Wochenende eine Pause eingelegt hatte. Die Temperaturen waren optimal. Gegen 9:20 Uhr konnten wir mit den Geländeläufen rund um den Hundeplatz starten. Diesmal ging 1 Team im 5000 m und 5 Teams im 2000 m Geländelauf in verschiedenen Altersklassen m/w an den Start.
Wer das Gelände um den Hundeplatz kennt weiß, hier geht es wirklich durch bergiges Gelände. Aber es heißt schließlich Geländelauf. Die Strecke war mit einer ausreichenden Anzahl von Streckenposten besetzt, so dass sich niemand verlaufen konnte. Nachdem alle Geländeläufer ihre Disziplinen erfolgreich beendet hatten, ging es gemeinsam zurück zum Hundeplatz.

Nach einer kurzen Verschnaufpause starteten dann ab ca. 10:40 Uhr die Vierkämpfe. Diese setzen sich aus 4 Disziplinen (Unterordnung, Hürden-, Slalom- und Hindernislauf) zusammen. In Absprache mit unserem Richter, Martin Schlockermann, liefen alle VK-Teams zunächst in der Unterordnung, um somit ein ständiges Umbauen des Parcours zu vermeiden. Im Vierkampf erfolgten die Starts in verschiedenen Altersklassen m/w der Hundeführer. Nach der Unterordnung folgten dann die 3 dazugehörigen sportlichen Disziplinen. Hier gingen insgesamt 2 Teams im VK 1, 4 Teams im VK 2 und 2 Teams im VK 3 an den Start.
Für den VK 2 und VK 3 ist es notwendig, dass es im Vorfeld eine entsprechende Qualifikation (bestimmte Gesamtpunktzahl in der jeweiligen Altersklasse) gibt. Im Unterschied zum VK 1 muss der Hundeführer im VK 2 und VK 3 mit dem Hund über die Hürden springen. Wobei dies im VK 2 insgesamt 4 und im VK 3 insgesamt 6 Hürden sind. Im VK 3 richtet sich die Höhe der Hürden, die übersprungen werden müssen, zusätzlich nach der Altersklasse des Menschen. Eine ganz besondere Herausforderung beim Hürdenlauf ist es, dass der Hund und der Mensch immer auf gleicher Höhe sein müssen.
Nachdem die VK‘s erfolgreich absolviert waren, starteten dann nach der wohlverdienten Mittagspause mit einem perfekten Grill-Buffet um 14 Uhr 9 Teams im Hindernislauf. Hier ist eine Strecke von 75 m als Team zu bewältigen. Der Hund muss dabei 8 unterschiedliche Hindernisse nehmen.

Zum Schluss, wie konnte es anders sein, folgte dann der CSC (Combination-Speed-Cup). 3 Teams sind dabei gleichzeitig auf dem Platz und starteten wie bei einem Staffellauf nacheinander an verschiedenen Startorten. Dies ist nach wie vor das Highlight zum Abschluss eines jeden THS-Turniers. Hier fieberten alle Zuschauer mit und feuerten die Läufer lautstark an. Diesmal gingen insgesamt 3 CSC-Mannschaften an den Start.

Ab 16:00 Uhr erfolgte dann die Siegerehrung. Hierzu marschierten alle Hundeführer mit ihren Hovis auf den Platz. Vorweg unsere 3 Deutschland-Fahnen-Träger. Das Ganze unterlegt mit der passenden Musik. Wie immer, ein sehr emotionaler Moment.
Abschließend kann man sagen, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung gewesen ist. Das Probetraining am Samstag, welches abends mit einem umfangreichen Grill-Büfett und anschließendem gemütlichen Zusammensein an der Feuertonne endete, fand allgemein positive Zustimmung. Das optimale Wetter hat natürlich ebenfalls einen erheblichen Teil zu dieser sehr harmonischen Veranstaltung beigetragen. Alle Teilnehmer konnten mit ihren Leistungen zufrieden sein.

Es hat wieder einmal mehr sehr viel Freude bereitet zu sehen, wie viel Spaß unsere Hovawarte am THS-Sport haben. Der gemeinsame Sport von Mensch und Hund macht allen Beteiligten viel Spaß, was man an dem breit gefächerten Starterfeld sieht. Der THS-Sport fördert die Kondition, Beweglichkeit und Harmonie von Hund und Mensch. Er ist für beide eine Bereicherung. Wie schon in der Vergangenheit ist auch diesmal wieder das harmonische und sportliche Verhalten der Teilnehmer sehr positiv aufgefallen. Jeder freut sich für das andere Team. Das ist nicht immer selbstverständlich.

Unser Dank gilt dem Leistungsrichter, Martin Schlockermann, der die Mensch/Hund-Teams immer sehr fair und verständlich bewertet hat. Er hob ganz besonders hervor, dass wir auf unsere sehr sozialen Gebrauchshunde wirklich stolz sein können.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass wir neben dem Präsidenten (Peter Thome) die Stelleninhaber des Sports sowohl des RZV HO (Anno Reifenrath) als auch der Landesgruppe NRW (Torsten Lehnick und Kirsten Heinrich) begrüßen durften. Unsere Landesgruppe selbst war weiterhin vertreten durch den 1. Vorsitzenden (Nils Heinrich), 2. Vorsitzenden (Fabian Ruhm), THS Beauftragte der LG (Nanni Höhnerhaus), stv. THS Beauftragte der LG (Renate Ruhm), Geschäftsführung (Hannelore Pegels) stv. Geschäftsführung (Jutta Plaster) und Pressewart (Tobias Strecker).

Zuletzt möchten wir uns ganz besonders bei den vielen fleißigen Helfer der Hovawart Übungsgruppe Gummersbach, die uns vor, während und nach der Veranstaltung unterstützt haben, bedanken. Nicht unerwähnt lassen möchten wir, dass wir auch von anderer Seite viel Unterstützung bekommen haben. Die Zeitmessanlage hat Lars Laubenthal zur Verfügung gestellt und zum wiederholten Male zusammen mit Silke Bellwon bedient. Ganz herzlichen Dank dafür. Ihr habt uns auf vielen THS DM‘s mit eurer Technik unterstützt. Isabell Sommer hatte sich auf Nachfrage sofort bereit erklärt, uns während der Veranstaltung zu unterstützen und den Richter zu begleiten. Somit hatten wir ausreichend Zeit, um uns um aufkommende Fragen, die Ergebniseingaben, die Fertigstellung der Papiere, die Urkunden etc. zu kümmern.

Aber was wäre so eine Veranstaltung ohne eine gut funktionierende Beschallungsanlage. Diese wurde von unserem 1. Vorsitzenden Nils Heinrich und seiner Frau Kirsten (stv. Übungswartin der LG 40) bedient. Danke dafür, ihr habt das super professionell gemacht und somit zu einer unvergesslichen Stimmung beigetragen. Nicht nur bei dem Einlauf zur Siegerehrung, sondern auch beim Einlauf der Vierkämpfer zu ihren Unterordnungen.
Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an Tobias Strecker und Petra Rothkamp, die dafür gesorgt haben, dass die vielen schönen Momente fotografisch festgehalten worden sind.

Ich möchte hier die Gelegenheit nutzen, mich bei Allen zu bedanken (ganz besonders bei Renate Ruhm), die mich in den vielen Jahren im THS begleitet und unterstützt haben. Für mich war diese 30. THS DM eine sehr schöne aber auch sehr emotionale Veranstaltung, da es meine letzte gewesen ist, an der ich in der Funktion der THS Beauftragten der RZV-HO und der LG 40 bzw. als Teilnehmer mitgewirkt habe. Natürlich bleibe ich dem RZV-HO und der LG 40 treu. Allerdings habe ich mit meiner jungen Hündin einen anderen sportlichen Weg eingeschlagen. Deshalb mache ich im nächsten Jahr den Weg frei, damit andere engagierte THS’ler den Turnierhundesport weiter vorantreiben können.

Nanni Höhnerhaus                                                              
(THS-Beauftragte RZV Hovawart LG NRW)   

Ergebnistafel

Ausrichter: Landesgruppe Nordrhein-Westfalen
Leistungsrichter: Martin Schlockermann
Prüfungsleitung: Nanni Höhnerhaus

Start-Nr.HundHundeführerPlatzierung
Geländelauf 2000m
1Amy Lou vom RodautalElaine ReinartzDeutsche Meisterin bis w14
2Lina vom Negro LoboTamara Ostertag2. Platz bis w14
3Gino vom BagalutenhofPaul FrankeDeutscher Meister AK35
4Diva von der Blanken HorstWolfram PapeDeutscher Meister AK50
5Karo vom Negro LoboHans LumppDeutscher Meister AK61
Geländelauf 5000m
6Diva von der HüttenmühleAnja KarbachDeutsche Meisterin AK50
Hindernislauf Jugend
15Danja vom Alten PfadLuisa LohbreierGruppensiegerin
7Easy vom Alten PfadLuisa Lohbreier
13Ostara vom Gülsteiner TorTamara Ostertag
2Amy Lou vom RodautalElaine Reinartz
Hindernislauf Erwachsene
11Eviva von FafunLars LaubenthalGruppensieger
18Allegra vom HimbeerwegMichael Kunze
16Aaron vom RodautalAnja Reinartz
9Escada vom Alten PfadJulia Johannsen
14 Lina vom Negro LoboIsabell Sommer
17Frieda vom Bergischen LöwenPeter Thome
Vierkampf Stufe 1
7Easy vom Alten PfadLuisa LohbreierGruppensiegerin Jugend
8Luvina vom Negro LoboAnja ReinartzGruppensiegerin Erwachsene
Vierkampf Stufe 2
15Danja vom Alten PfadLuisa LohbreierGruppensiegerin Jugend
1Lycka vom Negro LoboTamara Ostertag
9Escada vom Alten PfadJulia JohannsenGruppensiegerin Erwachsene
10Ostara vom Gültsteiner TorKarin Ostertag
Vierkampf Stufe 3
11Eviva von FafunLars LaubenthalDeutscher Meister
12Goja vom Kreuzberger HofArno Schimkus2. Platz
CSC - Combinations-Speed-Cup
Team 1
12Goja vom Kreuzberger HofArno Schimkus1. Platz
7Easy vom Alten PfadLuisa Lohbreier"
9Escada vom Alten PfadJulia Johannsen"
Team 2
18Allegra vom HimbeerwegMichael Kunze
5Karo vom Negro LoboHans Lumpp
10Ostara vom Gültsteiner TorKarin Ostertag
Team 3
11Eviva von FafunLars Laubenthal
6Diva von der HüttenmühleAnja Karbach
15Danja vom Alten PfadLuisa Lohbreier

AK=Altersklasse | w=weiblich

-> Fotoalbum

VDH Deutsche Meisterschaft IGP | 05.-07.08.2022

VDH DM Gebrauchshundesport IGP

Seit mehreren Jahren wieder ein Hovawart am Start


TEXT Martin Aust (Mannschaftsführer) FOTO Christine Köser-Steen

COSWIG, 05.-07.08.2022: Erstmals seit mehreren Jahren (Inklusiv coronabedingtem Ausfall) hatten sich wieder zwei Hundeführer gemeldet, um ihre Hunde bei der VDH DM vorzuführen, Dr. Beatrix Wagenbrenner und Dr. Harald Classen. Bedauerlicherweise musste jedoch Beatrix am Montag, dem 1. August, ihre Teilnahme absagen, da sich der Hund im Abschlusstraining am Sonntag so verletzt hatte, dass an eine Teilnahme nicht mehr zu denken war.

Um es vorauszuschicken, die Veranstaltung war für die Hundeführer bestens organisiert und von daher gebührt den Veranstaltern und Mitwirkenden größtes Lob und Dank.

Der Wetterbericht hatte noch für den Trainingstag, den Donnerstag, extrem heißes Wetter angesagt, welches sich aber an den Wettkampftagen zu angenehmen Temperaturen verändern sollte. Der Wetterbericht hatte sich nicht geirrt.

Die Prüfung fing dann an mit dem Trainingstag, der, wie schon erwähnt, extrem heiß war, sodass auch das Training für die Hunde eine gewisse Herausforderung war. Das Training selbst lief geordnet ab, nachdem man sich mit den Mannschaftsführern der Rassen, die sich in der gleichen Trainingsgruppe befanden, am Morgen des Trainingstages über den Ablauf abgesprochen hatte, sodass auch Harald seine gewünschten Übungen absolvieren konnte, völlig ohne Zeitdruck, obwohl ja nun wirklich nur wenige Minuten für jeden Hund vorgesehen waren, 6 Minuten pro Hund für Unterordnung und Schutzdienst.

Interessant wurde es dann am Donnerstagabend zur Auslosung, wobei Harald die klassische Reihenfolge gelost hatte, Freitag Fährtenarbeit, Samstag Unterordnung und Sonntag Schutzdienst. Die Fährtenarbeit am Freitag war morgens um 8:30 Uhr angesetzt, Unterordnung und Schutzdienst um die Mittagszeit, was aufgrund des Umstands, dass sich die Temperaturen einreguliert hatten, nicht so wirklich belastend war.
Der Freitagmorgen begann somit mit der Fährtenarbeit, wobei es sich hier bereits angedeutet hatte, dass es wohl nicht unbedingt das Wochenende von Harald mit seinem Shadow von der Jagsthöhe wird, nicht so wie Harald selbst es sich vorgestellt hat und auch nicht so, wie wir es eigentlich von dem Team gewohnt sind. Bereits die Fährtenarbeit konnten die beiden lediglich mit 74 Punkten abschließen, was sicherlich nicht der Punktebereich ist, in dem diese die Fährtenarbeit absolvieren.

Auch am Samstag in der Unterordnung lief es nun nicht so wie erwartet und gewünscht, sodass hier 70 Punkte übrig blieben, aber Harald war nach wie vor im Rennen, während hier bereits einige der insgesamt 56 gestarteten Teams die Waffen strecken mussten.

Der Schutzdienst am Sonntag wies ebenfalls gewisse Fehler und Unsauberkeiten aus, aber auch hier wurde das Minimalziel erreicht, 70 Punkte, die Prüfung war bestanden.

Selbst wenn es nicht das Wochenende von Harald und Shadow war, so war aber das primäre Klassenziel erreicht, und dieses muss auf dieser Prüfung erst einmal erreicht werden. So war es doch insoweit erfolgreich, als dass wieder ein Hovawart vorgestellt werden konnte und dieser auch die Prüfung bestanden hat. Von daher geht mein Dank an Harald, dass er die Herausforderung angenommen hat, denn es ist nicht einfach auf einer solchen Prüfung, vor einer solchen Kulisse und in Konkurrenz zu namhaften Hundeführern aufzutreten.

Ich selbst hatte mich gefreut, dass Anno mich gebeten hatte das Amt des Mannschaftsführers zu übernehmen, und ich hoffe ich konnte Harald doch, soweit es für einen Mannschaftsführer möglich ist, unterstützen.

Was ich mir allerdings etwas mehr gewünscht hätte, wäre etwas mehr Unterstützung von Schlachtenbummlern aus dem Verein, die sich bedauerlicherweise lediglich an zwei Händen abzählen ließen, zumindest was ich gesehen habe, bzw. mir zu erkennen gegeben hat. Es ist schließlich nicht nur so, dass sich jeder Hundeführer freut, wenn er Unterstützung hat, sondern es ist auch eine Veranstaltung, die für jeden Hundesportler der sich im IGP Bereich bewegt, hoch interessant ist und ich persönlich fand die Veranstaltung, auch wenn ich natürlich nicht alles gesehen habe und sehen konnte, insgesamt auf einem recht hohen Niveau.

Der Dank gilt somit auch den angereisten Schlachtenbummlern, und an Harald mit Shadow nochmals Gratulation zur bestandenen VDH deutschen Meisterschaft!

Martin Aust
Mannschaftsführer

VDH German Winner Show und CACIB Neuss | 09./10.07.2022

VDH German Winner Show und CACIB Neuss


ERGEBNISSE Tobias Strecker FOTOS Rolf Schettler

German Winner Show

Datum: Sonntag, 10. Juli 2022
Zuchtrichterin: Eveline Hohmann
Sonderleitung: Nadia Sippel

HundenameWertungBesitzer:in
Jüngstenklasse Rüden
Gary vom Wirbelsturm
vv1Ludger Langenstroer
Zwischenklasse Rüden
Elmo vom WirbelsturmV2Res. Anw.Ludger Langenstroer
Xizir von Gina`s vier LindenV1CACIB German Winner, Res.Anw.Heike Schwanebeck
Championklasse Rüden
Mailo vom Hervester HofSG1Kirsten Breidenbach und Rolf Schettler
Offene Klasse Rüden
Pollux vom BüssemfeldV2Monika Büth-Niehr u. Thomas Niehr
Daimler von den AngelfrankenSG4Beate Dörscheln
No Mercy ex CaliburV3Gabriele Kockel
Ian vom BagalutenhofV1CACIB, BOB, Anw.Indre Brunßen-Gerdes
Jugendklasse Hündinnen
Mighty Magalie vom WildweibchensteinSGJulia Teismann
Enormous Zsa ZsaV1German Jun.Winner, Bester Junghund, Anw.Anna Pieczynska
Gebrauchshundklasse Hündinnen
Milva vom BüssemfeldV1CACIB Res. Anw.Reinhard Herwig
Offene Klasse Hündinnen
Hofmacher YunaV2Meike Laudien
Leonie vom Pirloer HofSGBirgit Heine
Amy zur TeufelseicheSG4Adolf Bruns
Fiby von der HüttenmühleV3Tobias Rosenthal und Katja Berger
Gianna von der FohlenweideV1CACIB, German Winner, BOS, Anw.Martin Schikofski
.

Internationale Ausstellung – CACIB

Datum: Samstag, 09. Juli 2022
Zuchtrichter: Marco Mummeshohl
Sonderleitung: Nadia Sippel

HundenameWertungBesitzer:in
Veteranenklasse Rüden
Gavin von den Grander Tannen V1Veteranen Sieger Neuss, Bester Veteran, Anw. Dt. Vet.Champio, BOSIris Doktor
Jugendklasse Rüden
Bahram von Kocher und LeinSG1Iris Doktor
Championklasse Rüden
Mailo vom Hervester HofV1Sieger Neuss CACIB, Anw. dt. ChampionKirsten Breidenbach und Rolf Schettler
Cliff von den Heiligen PfühlenV2Res. Anw. dt. ChampionElke und Judith Kortemme
Offene Klasse Rüden
No Mercy ex CaliburV1Anw. dt. ChampionGabriele Kockel
Ian vom BagalutenhofV2Res. Anw. dt. ChampionIndre Brunßen-Gerdes
Jugendklasse Hündinnen
Mighty Magalie vom WildweibchensteinGJulia Teismann
Enormous Zsa ZsaV1Jugend-Sieger Neuss, Bester Junghund, Anw. dt. Jugend-ChampionAnna Pieczynska
Zwischenklasse Hündinnen
Ajani a domo ColoniaV1Res. CACIB, Anw. dt. ChampionMarc Buerkle
Abby von HocksteinSG3Silke Müllers
De Milicanes SolaniDisq.Marion Kaczmarek
Debbie von der RonheideV2Res. Anw. dt. ChampionHannelore und Johannes Liebens
Gebrauchshundklasse Hündinnen
Milva vom BüssemfeldV1Anw. dt. ChampionReinhard Herwig
Offene Klasse Hündinnen
Hofmacher YunaV1Sieger Neuss CACIB, Anw. dt. Champion, BOBMeike Laudien
Ara vom Terra BedaV3Irene Kapeller-Mirkes
Quodlibet von den NornenV2Res. Anw.Lone Pöhlmann
Caya von Casa MoroSGRenate Leijnse
Pipi van de Romer WeideSGSusanne Löffelbein
Fiby von der HüttenmühleVTobias Rosenthal und Katja Berger
Gianna von der FohlenweideV4Martin Schikofski
.

BOB Hofmacher Yuna | BOS Gavin von den Grander Tannen

Jubiläum „100 Jahre Hovawart“, Fulda-Eichenzell | 12.06.2022

Jubiläum 100 Jahre Hovawartzucht

Vom Züchter der ersten Stunde, Curt F. König, zum Hovawart 2022

Jubiläumsfeier und Internationale Clubschau im Hofgarten des Schloss Fasanerie in Fulda-Eichenzell

Am Wochenende 11./12. Juni 2022 fand auf Einladung der drei beim Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) anerkannten Hovawart-Vereine, des Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde e.V. (RZV), der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V. (HZD) und des Hovawart-Club e.V. (HC) ein gemeinsames Jahrhundertfest im hessischen Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda statt. Zu diesem Anlass wurde auch eine aufwändig gestaltete, umfangreich recherchierte 90-seitige Festschrift „100 Jahre Hovawart“ erstellt, die die wechselvolle Geschichte dieser interessanten Hunderasse und die Entwicklung ihrer Zuchtvereine detailliert nachzeichnet.


TEXT Kirsten Breidenbach FOTOS Sven Greven

Während also in ganz Deutschland am 11. und 12. Juni der „Tag des Hundes“ gefeiert wurde, hieß es im Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda: „Tage des Hovawarts“. Die alte deutsche Hofhunderasse feierte offiziell ihren 100. Geburtstag. Warum gerade in diesem Jahr, fragte die Vizepräsidentin des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH), Christa Bremer, die herzliche Glückwünsche des Dachverbandes überbrachte. Immerhin war die Rasse schon an der Entstehung des Schäferhundes im 19. Jahrhundert beteiligt, hatte vor dem 1. Weltkrieg bereits die züchterische Wiederbelebung begonnen. Andererseits war der erste Hovawart Zuchtverein erst 1924 in Thale/Harz gegründet und die Zucht insgesamt erst 1937 offiziell als eigene Rasse anerkannt worden.

Im April 1922 wurde der erste Hovawart-Wurf in die Stammrolle (Zuchtbuch) eingetragen, sodass sich die drei in Deutschland anerkannten Hovawart-Zuchtvereine darauf geeinigt hatten, dass dies der entscheidende Anknüpfungspunkt sei, erläuterte Peter Thome, der Präsident des mit 5.000 Mitgliedern größten deutschen Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde.

425 Hovawarte aus ganz Europa in den drei Farbschlägen blond, schwarz und schwarzmarken erschienen zur größten Zuchtschau aller Zeiten und wurden auf zehn Ringen von zehn internationalen Zuchtrichtern bewertet. 90 anerkannte Deckrüden präsentierten sich dem interessierten Publikum zur Deckrüdenschau – Partnervermittlung für Vierbeiner. Dass Hovawarte auch vielseitige Sportpartner sind, demonstrierten mehrere Show Acts: der klassische, aus dem Polizeihundewesen stammende Schutzdienst, spielerische Hindernisläufe, Gehorsamsübungen und der Einsatz als Such- und Rettungshund fesselten das Publikum. Über 1.000 Zuschauer an beiden Tagen sorgten bei strahlenden Frühsommerwetter für den passenden Jubiläumsrahmen.

Nach einem feierlichen Festabend war die Zuchtschau am Sonntag das Highlight der Jubiläumstage:

Die ungarische Hündin Anonymus Notus Ruby mit ihrem Besitzer Gabor Meszaros trug den Gesamtsieg davon, vor dem amtierenden Bundessieger Oskar vom Gültsteiner Tor mit seiner Besitzerin Kerstin Lubjuhn aus dem südhessischen Michelstadt (Odenwaldkreis). Eine runde Veranstaltung in phantastischem Ambiente, urteilte der finnische Zuchtrichter und Vizepräsident der International Hovawart Federation (IHF) Tapio Eerola und ergänzte: „Wir kommen wieder!“

Ergebnistafeln und Fotoalbum

Wir gratulieren herzlich den Siegern der Jubiläumsausstellung „100 JAHRE HOVAWART“

BOB – Anonymus Notus Ruby mit ihrem Besitzer Gabor Meszaros | BOS – Oskar vom Gültsteiner Tor mit seiner Besitzerin Kerstin Lubjuhn

Auszug aus der Festschrift zu HOVAWART 100

Ein Jahrhundert Hovawart – was für eine Epoche, und doch eine kurze Periode für eine Hunderasse, die schon im Mittelalter als bodenständige, ursprüngliche Hof- und Begleithunderasse in verschiedenen Quellen erwähnt wurde. Dies macht zugleich die Schwierigkeiten der Geschichtsschreibung des Hovawarts deutlich. Eine alte deutsche Landrasse, Ergebnis von Gebrauchskreuzungen auf Bauernhöfen in den Mittelgebirgsregionen Deutschlands, ohne Zuchtprogramm, ohne Rassestandard, ohne Zuchtrichterbewertung.

Wo beginnt dann die Geschichtsschreibung?
In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, als Betram König in der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich erste Versuche zur Sammlung und Rückzüchtung des alten Germanenhundes startete? Oder als sein Sohn Curt F. König nach dem 1. Weltkrieg im Harz die Ideen seines Vaters aufgriff und mit gezielten Kreuzungen diesen Hundetypus wiederherzustellen suchte? Oder mit der Eintragung des ersten förmlichen Zuchtvereins am 5. Juli 1924, dem Hovawart Verein für Deutsche Schutzhunde e.V. in Thale/Harz?
Für eine Rassehundezucht ist das Zuchtbuch die wichtigste Grundlage, sodass sich alle drei derzeit in Deutschland existierenden, beim Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) anerkannten Zuchtvereine darüber einig sind, dass mit dem am 3. April 1922 gefallenen Wurf Nr. 1 in der Hovawart-Stammrolle die eigentliche Geschichte dieser außergewöhnlichen Hunderasse beginnt.
Anders als bei fast allen anderen Hunderassen stand am Anfang der züchterischen Bearbeitung des Hovawarts nicht ein nach äußeren Merkmalen definierter Rassestandard, sondern die Beschreibung von erwünschten Wesens- und Charaktermerkmalen. Nicht das Körmaß, sondern das Auge des fachkundigen Kynologen, nicht ein definiertes Schönheitsideal, sondern robuste Gesundheit, Gebrauchstauglichkeit und Wesensfestigkeit eines mitdenkenden Hofwächters, freundlich im Grundton, aber durchaus wachsam und notfalls auch wehrhaft, wenn es nötig war. Erst allmählich formte sich daraus eine auch äußerlich homogene Population, die 1937 offiziell als eigenständige Rasse anerkannt wurde.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges, den der Bestand an Hovawarten fast unbeschadet überstanden hatte, keimten an verschiedenen Stellen Deutschland mit den verbliebenen Hunden neue züchterische Aktivitäten auf, diese einzigartige Hunderasse zu erhalten und zu neuer Blüte zu führen, mit noch nie zuvor dagewesenen Welpenzahlen in den Jahren 1946, 1947 und 1948. „Flucht in Sachwerte“ nennen das die Ökonomen, trotz der Knappheit an Futtermitteln. Bedingt durch die Nachkriegswirren fand dieses züchterische Gesehen nicht zentral gesteuert, sondern weit verstreut und weitgehend unabhängig voneinander in mehreren Regionen statt. Erst nach und nach schlossen sich die Gruppierungen zusammen und trennten sich auch wieder, nicht wegen grundsätzlicher züchterischer Differenzen, sondern oft wegen persönlicher Dissonanzen.
Welche Rolle spielt der Hovawart als Gebrauchshund im klassischen Einsatzbereich mit Fährte, Unterordnung und Schutzdienst? An dieser Frage schieden sich schon in den 50er Jahren die Geister und zementierten eine Aufspaltung der Szene: während der RZV den Antrag auf Anerkennung des Hovawarts als Gebrauchshunderasse vorantrieb, lehnten die übrigen Gruppierungen dies unter Berufung auf den Gründervater der Hovawart-Rasse, Curt F. König, ab. Für sie sollte die Prüfung der natürlichen, erblich bedingten Wesensmerkmale im Vordergrund stehen, nicht die durch Ausbildung und Training erworbenen Verhaltensweisen.
Dennoch hat sich trotz dieser unterschiedlichen Schwerpunkte bis heute eine erbgesunde, vitale, langlebige und bodenständige Hunderasse mit liebenswertem Charakter und souveräner Gelassenheit weiterentwickelt, der alles „Gekünstelte“ fremd ist und die inzwischen auch international viele neue Freunde gewonnen hat. Diese Entwicklung mit all ihren Irrungen und Wirrungen nachzuzeichnen, ist die Aufgabe dieser Festschrift, derer sich die drei großen Hovawart-Vereine in Deutschland angenommen haben.

Den Autoren und Mitwirkenden dieser Festschrift gilt unser Dank. Sie haben ein Werk entstehen lassen, das über den Jubiläumsanlass hinaus das Zeug zu einem Standardwerk der kynologischen Fachliteratur hat.
Den hoffentlich zahlreichen Lesern dieser Festschrift wünschen wir viel Vergnügen bei der Lektüre und viele neue Erkenntnisse, mit denen vielleicht auch der eigene Hovawart in einem neuen Licht erscheint.

Grußworte der Vereinsvorsitzenden / The Presidents‘ Opening Message

Herzlich Willkommen, liebe Hovawart-Freunde!

Zur Jubiläumsausstellung „100 Jahre Hovawart“ freuen wir uns, Sie im Hofgarten von Schloss Fasanerie als Aussteller und Züchter, als Gäste und interessierte Besucher begrüßen zu können. 425 Hovawarte aus 18 Nationen sind in den Schauklassen gemeldet und lassen unser Fest zum größten internationalen Hovawart-Treffen aller Zeiten werden. Zehn renommierte Zuchtrichter aus fünf Ländern werden auf zehn verschiedenen Ringen Rüden und Hündinnen begutachten und bewerten, um am Ende die Tagessieger „Best of Breed“ (BoB) und „Best of Opposite Sex“ (BOS), die besten Junghunde und Veteranen und die besten Zuchtgruppen sowie die Anwärter auf Championatstitel auszuzeichnen.
Nicht alle können gewinnen, und in einer so großen und starken Konkurrenz ist es keine Schande, nicht im Endring vertreten zu sein. Die Ausstellung wird Hunde vorne sehen, die in ihrer äußeren Erscheinung, ihrer Körperkonstruktion und ihrer Bewegung dem Rassestandard am nächsten kommen. Damit ist keine Aussage über deren individuelles Leistungsvermögen als Fährten- oder Rettungshund, im Mantrailing, im IGP-Sport, in Obedience-Wettbewerben, im Turnierhundsport, als Begleiter beim Wandern, Fahrradfahren, Joggen oder Ausreiten oder als Therapiehund verbunden. Glücklicherweise ist unser Hovawart ein Allrounder, ein wunderbarer Begleiter aktiver Menschen mit einer besonderen Bindung zu seiner Familie.
Bei der Definition des Rassestandards und noch mehr bei der Beurteilung von Ausstellungshunden steht für uns seit 100 Jahren der gesunde, robuste und wesensfeste, nervenstarke Hund im Vordergrund. Nicht modische Vorlieben, sondern die funktionale Anatomie des Bewegungstieres Hund mit souveräner Gelassenheit im wachen Temperament standen und stehen für uns im Fokus. Insofern ist der Hovawart ein sehr moderner Hund – und das seit 100 Jahren!
Der Veranstaltung wünschen wir einen guten und reibungslosen Verlauf, unseren Gästen aus nah und fern viele positive Eindrücke und anregende Gespräche, den Ausstellern viel Erfolg. Unser Dank gilt den Zuchtrichtern und den Teams unserer drei Zuchtvereine, die seit Monaten mit der Vorbereitung dieser Ausstellung und heute deren Durchführung beschäftigt sind.
Es lebe die Hovawart-Zucht – ad multos annos!

Dear Hovawart friends!

Breeders, exhibitors, guests, and interested visitors, we are pleased to welcome you to the anniversary dog show “100 Years of the Hovawart” held in the gardens of Schloss Fasanerie. Composed of 425 Hovawarts from 18 nations, this festival is the greatest international Hovawart meeting of all time. Ten renowned judges from five different countries will examine and evaluate the assembled males and females across ten different rings, narrowing the field and leading us to the winners of the day: „Best of Breed“ (BoB) and „Best of Opposite Sex“ (BOS), along with the best Juniors and Veterans, the best breeding groups, as well as candidates for championship titles.
Of course, not everyone can win. Nevertheless, against such large and strong competition, it is no shame in not making it to the finals. The show will feature dogs that come closest to the breed standard in appearance, body construction, and movement. Importantly, the individual’s conformation evaluation is not a statement about a dog’s performance in other areas such as a rescue dog, in tracking and mantrailing, IGP, obedience competitions, other tournament sports, as a companion for hiking, cycling, jogging, or riding, or as a therapy dog. Fortunately, our Hovawart is an all-rounder, a wonderful companion for all active people.
When defining the breed standards, and especially when assessing show dogs, the healthy, robust, and temperamentally stable dog with strong nerves has been our priority for 100 years. Above fashion preferences, the functional anatomy of an endurance distance runner with strong composure and alert temperament was, and remains, our focus. In this respect, the Hovawart is a very modern dog – and has been for 100 years. Many thanks to the judges and the teams of our three breeding clubs who have been extremely busy preparing this exhibition for months and who are running it today.
We wish ourselves a good and smooth event, our guests from near and far many positive impressions and stimulating discussions, and the exhibitors every success.
Long live the Hovawart breed – ad multos annos!

Petra Paternostro – 1. Vorsitzende Hovawart-Club e.V.
Peter Busch – Stv. Präsident Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V.
Peter Thome – Präsident Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde e.V.

Beiträge eingestellt durch presse.olnds

Süße Hovawart Hunde