Solidaritätsfond

Geschäftsordnung Solidaritätsfonds

Der Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde e.V. (RZV) richtete 1995 auf Beschluss der Delegiertentagung 1995 den Solidarfonds ein. In den Fällen, in denen bei einem im RZV gezüchteten Hovawart eine erblich bedingte Krankheit festgestellt wurde, sollte eine Teilerstattung der Tierarztkosten erfolgen. Die Liste, der im Solidaritätsfonds aufgeführten, erblich bedingten Krankheiten (HD-E, OCD, HC), wurde 1997 um Lebershunt und 2001 um Herzkrankheiten (DCM, Aortenstenose, Pulmonalstenose) erweitert. Durch Beschluss der Delegiertentagung 2016 wurde der Fonds erweitert um eine Biopsie bei vermuteter Diagnose Degenerative Myeolopathie.

Der Rassezuchtverein unterstützt geeignete Zuchtprogramme zur Erforschung, Erfassung und Bekämpfung von vermutlich erblich bedingten Krankheiten finanziell und ideell. Über die Bereitstellung finanzieller Mittel aus dem Solidaritätsfonds zu diesem Zweck entscheidet das Präsidium.
Zurzeit wird bei folgenden Erkrankungen eine Auszahlung aus dem Solidaritätsfonds gewährt:

• Dilatative Kardiomyopathie (DCM),
• Hüftgelenksdysplasie (HD-E1 oder HD-E2),
• Hypothyreose,
• Katarakt (kongenital oder nicht kongenital),
• Lebershunt,
• Osteochondrosisdissecans (OCD),
• Stenose (Aorten-, Subaorten-, Pulmonalstenose).

Das Präsidium ist (per Delegiertenbeschluss vom Mai 2012) ermächtigt, den Kreis der in die Unterstützung einzubeziehenden Krankheiten zu erweitern.

Der Solidaritätsfonds steht nur Mitgliedern des RZV für Hovawart-Hunde e.V. zur Verfügung. Nach Vorlage entsprechender Unterlagen erfolgt eine Teilerstattung der Therapie- und Behandlungskosten bis zu einem Höchstbetrag von derzeit 400.- Euro. In Einzelfällen kann das Präsidium von diesem Höchstbetrag abweichen. Der Solidaritätsfonds wird finanziert durch Beiträge der Züchter, Deckrüdenbesitzer und des RZV für Hovawart-Hunde e.V. Sie zahlen zu gleichen Teilen für jeden, in das Zuchtbuch eingetragenen Welpen. Die Höhe des Betrages ist in der Gebührenordnung festgelegt.

Regelungen der IHF-Länder, die ebenfalls einen Solidaritätsfonds eingerichtet haben, bleiben von dieser Regelung unberührt.