Süße Hovawart Hunde

LEISTUNGSPRÜFUNG GUMMERSBACH | 26.10.2019

RZV Prüfung auf der Platzanlage in Gummersbach – Ergebnisse, Bericht und Fotos


Leistungsprüfung in Gummersbach 26.10.2019

Datum: Samstag 26.10.2019
Leistungsrichter: Wolfgang Dill
Prüfungsleitung: Petra Rothkamp
Helfer: Roland Tafel
Fährtenleger: Peter Thome, Roland Tafel
Verleitungsleger: Britta Panhenrich, Dirk Köster


Hundeführer/inHundPrüfungABCErgebnis / gesamt
A=Fährte
B=Unterordnung
C=Schutzdienst

BH/VT=Begleithundprüfung/Verhaltenstest

IGP=Internationale Gebrauchshunde Prüfung
IFH=Fährtenhundprüfung
FPr=Fährtenprüfung
Hanna BodenDilea vom Kengener BuschIFH29090 sg
Peter Thome
Frieda v. Bergischen LöwenIFH23838 mg
Gregor PrümmRado von Elberfeld (Riesenschnauzer)IFH18989 g
Hannelore Pegels
E-Rika vom Pferdebach
FPR37979 befr.
Jochen Demmer
Djazzy aus der ZauberkuhleFPR37676 befr.
Jutta Plaster
Bea aus der Zauberkuhle
FPR37070 befr.
Heike LübkeAura v. den Holsteiner Deerns
IGP1disq.
Tanja Fiedler
Anytime`s Amazing Amiro
(Australian Shepherd)
IGP1827781240 g
Heike Lübke
Umbra v.d. Jagsthöhe
BH-VTbestanden
Ute Sengelhoff
Geska vom BohrertalUPR27272 befr.


Bei herbstlichen Temperaturen und zu früher Morgenstunde startete unsere Herbstprüfung und man mag es kaum glauben, Sonne…und das Ende Oktober. Unser Leistungsrichter Wolfgang Dill war zum ersten Mal als Prüfer bei uns in Gummersbach und das war nach der Geschichte mit der Sonne schon die zweite Premiere an diesem Samstagmorgen. Neben 7 Gummersbacher „Eigengewächsen“ wollten auch 2 „Fremdstarter“ sich und ihre Hunde der Beurteilung durch den aus dem hohen Norden angereisten Richter stellen.

Den Anfang machten die FPR3 Prüfungen und mit Losnummer 1 durfte Jochen mit seiner Djazzy zeigen, was sie im Bereich Nasenarbeit können. Der Anfang war vielversprechend und der erste Schenkel und der anschließende Winkel wurden überzeugend ausgearbeitet. Weiter ging es, bis plötzlich auf Schenkel 2 eine im Gras versteckte Katze im vollen Tempo quer über die Fährte direkt vor Djazzy`s Nase in  Richtung Heimat lief. Djazzy ließ sich zwar nicht von ihrer Sucharbeit abbringen, aber man konnte im weiteren Verlauf schon merken, dass sie diese dreiste Störung doch etwas aus dem Konzept gebracht hatte. Aber Katze hin, Katze her, Nicht-Bestehen war keine Option.

Nun war Djazzys Mama Bea mit Jutta an der Reihe, die Suchtradition der „Zauberkuhlen“ fortzusetzen. Aber Bea wäre nicht Bea, wenn sie ihrer Sucharbeit und vor allem dem Verweisen, nicht ihren eigenen Stempel aufdrücken und ihrer Hundeführerin dadurch die eine oder andere Sorgenfalte auf die Stirn „zaubern“ würde. Suchleistung überzeugend wie immer – kleiner Ausflug zur Überprüfung des seitlichen Zaunes mal ausgenommen – doch leider wurden 2 der 3 Gegenstände erfolgreich ignoriert…

Hannelore und Rika – zwar „Fremdstarter“, aber als ehemalige Gummersbacher bestens bekannt –  setzten als Nummer 3 den Schlusspunkt unter die „kleinen“ Fährten. Um es kurz zu machen, Suche gut, aber auch Rika hatte so ihre Differenzen mit den Gegenständen, aber mit 79 Punkten sicher bestanden.

Die beiden IGP Kandidaten, Leni und „Aussie“ Shorty, überzeugten bei ihrer Fährtenarbeit durch gute Leistungen. Eigentlich war genau das zu erwarten, da beide bereits sehr gute Prüfungsleistungen im FH2 Bereich vorweisen konnten. Also erst mal „Null Problemo“ und ein guter Einstieg in die Prüfung.

Das Gelände für die nun folgenden IFH Fährten brachte so seine Tücken mit sich. Eigentlich sollten diese Fährten in einem ganz anderen Bereich „liegen“, nämlich da, wo man keine Wildschweinspuren, besser keinen Wildschweinflurschaden, vorfinden würde. Aber meistens kommt es anders als man geplant hat und Freitagnachmittag vor der Prüfung  kam der Anruf von Tanja, „Leute, der Bauer mäht gerade unser Fährtengelände“. Selbst in Gummersbach-Lieberhausen, also mitten auf dem Land, stampft man nicht mal eben das Gelände für 1 IHF1, 2 IFH2 und noch 2 IGP1 Fährten aus dem Boden. So war insbesondere das Gelände für die IFH Fährten sehr stark durch die Wühlarbeit der Graukittel beeinträchtigt. Riesenschnauzer Rado mit Hundeführer Gregor ließ sich jedoch davon mal überhaupt nicht beeindrucken und auch Juli mit Hanna zeigte eine überzeugende Leistung. Die beiden Teams wurden mit 89 bzw. 90 Punkten für die tolle Arbeit belohnt.

Frieda startete sehr überzeugend in die IFH2 Fährte, mit tiefer Nase und konzentriert. Der erste Winkel sehr schön ausgearbeitet, ging die Suche genauso weiter, bis Frieda im ersten Drittel des 2. Schenkels die Suche plötzlich sehr individuell gestaltete. Entgegen ihrer sonstigen, sehr sicheren Arbeitsweise, waren die wohl gut riechenden Spuren der Wildschweine an diesem Tag einfach interessanter und so hat es diesmal zum Bestehen nicht ganz gereicht. Kein Beinbruch, das haben wir alle schon mal mit unseren Fellnasen erlebt. Nächstes Mal sieht das wieder ganz anders aus.

Zurück auf dem Hundeplatz ging es nach der wohlverdienten Mittagspause mit der Begleithundeprüfung, der UPR2 und Teil B und C im IGP1 Bereich weiter.

Beginnen musste oder durfte (?) Heike mit ihrer „Jüngsten“. Umbra lieferte eine gute Leistung und ließ sich zum Glück von ihrer ungewohnt aufgeregten Hundeführerin nicht aus der Ruhe bringen. Einstiegsprüfung sicher geschafft, auf zum Verkehrsteil, der auch ohne Probleme absolviert wurde. Wir freuen uns schon auf weitere Auftritte von Umbra, die im Übungsbetrieb in allen Abteilungen sehr gute Arbeit zeigt. Daumen hoch…

Bei Jara stand erst kurz vor der Prüfung fest, dass sie würde starten können und auch die letzten Übungseinheiten zeigten eindeutig: alles paletti und es sieht gut aus…

Ute war entgegen ihrer sonstigen Arbeitsweise sehr nervös und da passieren eben mal so kleine Fehler; man vergisst einfach mal etwas, was man sonst ganz genau weiß, da werden kleine Hilfen gegeben, die das Hundele gar nicht gebraucht hätte. Liebe Ute, wir fanden eure Vorführung ganz toll und freuen uns, dass ihr beide uns immer wieder so freudige Unterordnungen zeigt. GLÜCKWUNSCH!!

Den Abschluss Teil B bildeten Heike mit Leni und Tanja mit Shorty. Bei Leni lief es leider nicht so wie geplant und völlig unerwartet konnte Teil B nicht bestanden werden.

Endlich, Shorty macht die IGP1. Leistungsmäßig war der „Aussie“ schon lange „IGP-fertig“, aber eine unglückliche Situation an der Hürde brachte ihm vor einiger Zeit eine Verletzung ein und jetzt war es endlich so weit, dass die Zwei auch Teil mit guten Aussichten in Angriff nehmen konnten. Teil B erfolgreich absolviert, nur noch Teil C…

Und das war dann auch gar kein Problem mehr. Wie immer begleitete Shorty den Schutzdienst mit lautstarken Kommentaren, aber die Griffe waren sicher, Aus ging schnell und korrekt und wie sagt Tanja immer: Shorty, so sehen Sieger aus….

Trotz Wildschweinchaos im Fährtengelände, Katzenattacke und sonstigen unvorhergesehenen Ereignissen war es eine schöne Prüfung. Danke allen Hundeführern, die sich mit ihren Hunden der Prüfungssituation gestellt haben. Auch wenn nicht immer alles so klappt, wie man trainiert und erwartet hat, haben fast alle ihr gestecktes Ziel erreicht.

Ein besonderer Dank an unseren Leistungsrichter Wolfgang Dill für eine faire und gerechte Richterleistung, die ausführlichen und verständlichen Beurteilungen und die vielen guten Tipps für die weitere Arbeit.

Danke auch an die Fährtenleger Peter und Roland, die Verleitungsleger Britta und Dirk, an Jana mit Cody und Jochen mit Luca, die als Mitführteams agiert haben, an Christel für die Arbeit in der Küche – Verpflegung wie immer super!!! – und an alle, die zum Gelingen der Prüfung beigetragen haben. Besonders dir, liebe Tanja, ein dickes Dankeschön für Deine Hilfe, du bist immer da, wenn ich dich brauche….

| Petra Rothkamp, ÜG Gummersbach


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